Was ist eine Sicherheitsmarge?
Eine Sicherheitsmarge ist die Lücke zwischen dem geschätzten fairen Wert eines Unternehmens und dem Preis, den der Markt für seine Aktien verlangt. Liegt der Preis deutlich unter dem geschätzten Wert, fängt dieses Polster Fehler und Pech ab. Die Idee, vom Investor Benjamin Graham, besteht darin, Raum dafür zu lassen, dass die Schätzung falsch ist.
Die Sicherheitsmarge ist wichtig, weil jede Bewertung auf Annahmen beruht, die sich als zu optimistisch erweisen können. Ist eine Aktie geschätzte 100 $ wert und wird zu 60 $ gehandelt, bedeutet das Polster von 40%, dass die Schätzung ein gutes Stück danebenliegen kann und die Anlage trotzdem aufgeht. Wird sie zu 98 $ gehandelt, bleibt fast kein Raum für Fehler.
Für einen normalen Leser erinnert das Konzept daran, dass ein gutes Unternehmen und eine gute Anlage nicht dasselbe sind; der Preis zählt. Ein hervorragendes Geschäft, zu einem zu hohen Preis bezahlt, kann trotzdem ein schlechtes Ergebnis sein, während ein gewöhnliches Geschäft mit ausreichend breitem Polster solide sein kann. Je größer die Lücke zwischen Wert und Preis, desto mehr Schutz besteht.
| Polster | Was es bedeutet |
|---|---|
| Groß | Der Preis liegt deutlich unter dem geschätzten Wert und lässt Raum für Fehler. |
| Dünn | Der Preis liegt nahe am geschätzten Wert, mit wenig Schutz. |
| Negativ | Der Preis liegt über dem geschätzten Wert, der Markt ist also optimistischer als die Schätzung. |
Häufige Fragen
Wie groß sollte eine Sicherheitsmarge sein?
Es gibt keine feste Regel; konservativere Anleger suchen ein größeres Polster, manchmal 30% oder mehr unter ihrer Schätzung des fairen Werts. Je riskanter oder weniger vorhersehbar das Geschäft, desto breiter die Marge, die viele Anleger wünschen.
Woher stammt die Idee der Sicherheitsmarge?
Sie wurde von Benjamin Graham bekannt gemacht, oft der Vater des Value-Investing genannt, und später von Warren Buffett aufgegriffen. Das Kernprinzip ist, Raum für Fehler zu lassen, weil keine Schätzung des Unternehmenswerts je exakt ist.