Was ist ROIC (Rendite auf das investierte Kapital)?
Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) misst den Gewinn nach Steuern, den ein Unternehmen auf das gesamte im Geschäft eingesetzte Geld erzielt, sowohl Fremd- als auch Eigenkapital, ausgedrückt in Prozent. Sie zeigt, wie effizient das Management eingesetztes Kapital in Gewinn verwandelt. Ein anhaltend hoher ROIC ist das Kennzeichen eines dauerhaften, hochwertigen Geschäfts.
ROIC ist wichtig, weil er eine einfache Frage beantwortet: Wie viel Gewinn kommt für jeden im Geschäft investierten Euro pro Jahr zurück? Ein Unternehmen, das 20% auf sein Kapital erzielt, schafft weit mehr Wert als eines mit 5% – solange es weiter zu diesem Satz reinvestieren kann.
Die Kennzahl ist am aussagekräftigsten neben den Kapitalkosten des Unternehmens, grob dem, was es für Kredite zahlt und was Aktionäre erwarten. Ein ROIC über diesen Kosten bedeutet, dass das Geschäft Wert schafft; darunter kann Wachstum Wert sogar vernichten. Ein stetig hoher ROIC über viele Jahre ist eines der klarsten Zeichen für einen wirtschaftlichen Burggraben.
| ROIC vs. Kapitalkosten | Was das nahelegt |
|---|---|
| Deutlich darüber | Das Geschäft schafft beim Wachsen Wert; oft ein Zeichen für einen Burggraben. |
| Etwa gleich | Wachstum ist wertmäßig ungefähr neutral. |
| Darunter | Wachstum kann Wert aufzehren; das Kapital des Unternehmens wäre anderswo besser eingesetzt. |
Häufige Fragen
Was gilt als guter ROIC?
Es gibt keine allgemeingültige Grenze, aber viele dauerhafte Geschäfte erzielen einen ROIC bequem über ihren Kapitalkosten, oft um die 15 Prozent oder mehr, und halten ihn über Jahre. Am wichtigsten ist, dass er deutlich über den Kapitalkosten bleibt.
Wie unterscheidet sich ROIC von ROE?
ROE (Eigenkapitalrendite) betrachtet nur das Kapital der Aktionäre, sodass hohe Verschuldung ihr schmeicheln kann. ROIC bezieht auch Fremdkapital ein und gibt so ein saubereres Bild davon, wie gut das gesamte Geschäft mit Geld umgeht, unabhängig von der Finanzierung.